Man kann die Côte d'Azur in der Schlange vor dem Casino erleben — oder in einem Garten, den seit achtzig Jahren dieselbe Familie öffnet. Wir gehen den zweiten Weg.
Ihr wohnt in einem stillen Dorf oberhalb von Èze. Der erste Morgen gehört euch allein: ein Frühstück unter Orangenbäumen, bevor die Schatten noch kurz sind. Danach besucht ihr einen Garten, der in keinem Reiseführer steht. Ein alter Baumschuler zeigt euch, wie er Zitronen und Oliven seit Generationen an den Kalkfelsen hält.
Am dritten Tag fahrt ihr ins Hinterland, nach Grasse und zu einem Parfumeur, der nur nach Vereinbarung öffnet. Am letzten Abend sitzt ihr über der Küste, mit einem Glas Bandol von den Hängen oberhalb des Meeres — und einem Blick, der nur euch gehört.